So, 21.09.2025, 18.00 Uhr
Über Jahrhunderte hinweg gab es in Aub eine jüdische Gemeinde, deren Anfänge im 13.Jahrhundert liegen und deren Kultur und Religion die Stadtgeschichte mitprägten.
Erst mit der Judenfeindlichkeit und dem Terror des Nationalsozialismus und dessen menschenverachtender Ausgrenzung und Anfeindung endete das jüdische Leben in Aub. Ein Bleiben war der jüdischen Bevölkerung nicht mehr möglich und die Auber Jüdinnen und Juden verließen notgedrungen ihre Heimatstadt. Sie wanderten aus oder zogen in größere Städte. Die in Deutschland geblieben waren, wurden wenige Jahre später in Vernichtungslager deportiert und ermordet. Nur zwei Personen überlebten Deportation und Lager.
Spuren jüdischen Lebens und jüdischer Stadtgeschichte gibt es bis heute in Aub:
die Synagoge mit Mikwe, der jüdische Friedhof, die Judengasse, die Häuser,
in denen die jüdischen Familien lebten, aber auch ein mittelalterlicher judenfeindlicher Wasserspeier an der Auber Stadtpfarrkirche.
Diese Spuren zu entdecken, dazu lädt die Führung mit Herrn Georg Pfeuffer ein.
Er ist Vorsitzender des Fränkischen Heimatvereins Aub und beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der jüdischen Geschichte von Aub.
Treffpunkt für die Führung ist um 18.00 Uhr am Marktplatz. Im Anschluss an die Führung ist um 20 Uhr Gelegenheit zum Besuch des Liederabends mit Werken jüdischer Komponist*innen in der Spitalkirche.